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Der Begriff "reine Stimmung" wird hier in einer ganz leicht allgemeineren Bedeutung verwendet als er z.B. in der Wikipedia beschrieben ist. Die dortige Definition reicht hin für die herkömmliche abendländische Musik, deren Tonsystem im Prinzip nur auf Oktave, Quinte und grosser Terz aufbaut, also nur Intervalle aus den Primzahlen 2, 3 und 5 verwendet. Harry Partch hat für solche Stimmung den Begriff "5-Limit" geprägt.)

Die xenharmonische/mikrotonale Perspektive versteht Tonsysteme in reiner Stimmung - oder eher reinen Stimmungen - dahingegen als bestehend aus Intervallen, deren Frequenzverhältnisse beliebige rationale Zahlen sein können. Die pythagoräische Stimmung, welche Intervalle nur auf den Primzahlen 2 und 3 aufbaut (3-Limit) und im Wikipedia-Eintrag als Gegensatz zur "reinen Stimmung" aufgeführt wird, wird aus xenharmonischer Optik ebenfalls als eine spezielle reine Stimmung angesehen.

Der Gegensatz zu reinen Stimmungen sind gleichstufige Stimmungen.

Basisdefinitionen zur Beschreibung von reinen Stimmungen: Intervallraum

Bezeichnungen für reine Intervalle: siehe Intervall- Liste der Huygens-Fokker-Stiftung , oder auch hier.

Variationen von reiner Stimmung

Obertonreihe
Reguläre Temperaturen
Adaptive reine Stimmung