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Deutschsprachige Einführung:
Viertelton-Musik (Wikipedia)

Die Unterteilung der Oktave in 24 gleiche Teile ist das am weitesten verbreitete xenharmonische/mikrotonale Tonsystem. Vom westlichen Tonsystem ausgehend ist es wohl die naheliegendste und einfachste Idee, die bisherige kleinste Einheit ihrerseits in 2 Teile zu teilen. Alle vertrauten Intervalle von 12edo bleiben erhalten, und nicht zuletzt können Kompositionen in 24edo auf konventionellen Instrumenten gespielt werden - man benötigt allenfalls 2 Instrumente, die um einen Viertelton gegeneinander verstimmt sind.

In Bezug auf die Approximation reiner Intervalle ist zu sagen, dass die traditionellen 5-Limit-Intervalle, also insbesondere Quinten, Quarten und Terzen, in 24edo genau gleich gut bzw.gleich schlecht repräsentiert sind wie in 12edo. Die Naturseptime 7/4 und andere 7-Limit-Intervalle erscheinen in 24edo auf anderen Tonhöhen als in 12edo, jedoch nicht wesentlich besser angenähert. Xenharmoniker, die Wert auf konsonante Intervalle legen, werden deshalb ggf. lieber mit 22edo arbeiten, in welchem die Quinte vergleichbar gut, die grosse Terz leicht besser und die Naturseptime deutlich besser repräsentiert sind (und das erst noch mit weniger Tönen) - oder aber sie werden gleich auf 31edo wechseln, welches mit moderat mehr Tönen deutlich bessere Approximationen für eine große Anzahl reiner Intervalle bietet. Wenn mehr Konsonanz in 5- und 7-Limit bei gleichzeitiger Verfügbarkeit der 12edo-Intervalle gewünscht wird, ist der nächste valable Kandidat erst 72edo.

24edo bietet jedoch eine gute Unterstützung für 11-Limit-Intervalle, namentlich das Alphorn-Fa 11/8 sowie die neutralen Sekunden 12/11 und 11/10 (beide durch dasselbe Intervall angenähert). Die Verfügbarkeit einer neutralen Sekunde macht es auch geeignet für die Approximation orientalischer Skalen - es ist eine mögliche Realisation der maqamischen bzw. Mohajira-Temperatur. Weitere unterstützte reguläre Temperaturen sind Semiphor/Godzilla.