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Die Unterteilung der Oktave in 37 gleiche Teile zu je 32.43 Cent liefert ein Tonsystem, das sehr gute Approximationen für die Obertöne 5, 7, 11 und 13 liefert, jedoch eher mässige für den Oberton 3 - ausgerechnet das zentrale Intervall der reinen Quinte (3/2) ist damit nicht sehr gut repräsentiert. 37edo ist daher für traditionsorientierte Musik weniger geeignet, hat dafür aber einiges Potential für dezidiert xenharmonische Musik.

Eine Besonderheit zur Approximation der reinen Quinte ist, dass es deren zwei gibt, die in etwa "brauchbar" sind: eine grössere (22 Schritte von 37edo, 713.5 Cent, 11.56 Cent zu gross) und eine kleinere (21 Schritte, 681.1 Cent, 20.87 Cent zu klein). Generation von Skalen durch Übereinanderschichten der grösseren Quinte führt zu Skalen von stark superpythagoräischem Charakter, dasselbe mit der kleineren Quinte zu solchem vom Mavila-Typ.

Die zur grösseren Quinte komplementäre (entsprechend natürlich kleinere) Quart ist 15 Schritte gross, also in drei gleich grosse Intervalle teilbar. Dies ist eine Eigenschaft von Porcupine-Systemen - und in der Tat wird in 37edo das Porcupine-Komma (250/243) austemperiert, 37edo ist also eine mögliche Realisierung der Porcupine-Temperatur.

Die grössere Quinte selbst ist mit 22 Schritten in zwei gleich grosse Intervalle teilbar, womit 37edo auch maqamische Temperaturen unterstützt, sie kann auch für orientalische Musik verwendet werden.

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